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Mittwoch, 2. November 2016, 23:19

Praxis-Tip: Dahlienknollen ent-erden (bei bindigem Boden)

Moin in die Runde
in einem einem amerikanischen Forum hab ich folgenden Tip gelesen, ausgegrabene Knollen etwas leichter zu enterden (von einem langjährigen Dahlienzüchter).

Ausgraben, wie gewohnt, Stiele am besten vorher auf ca. 30 cm einkürzen.
Und nu der Trick, wenn man den Klumpen raus hat, am Stiel hochheben und mit einem leichten Hammer auf das Stielende klopfen (von oben). Am besten mal an was langweiligem oder 3.-Ersatzpflanze ausprobieren. Durch die leichte Erschütterung fällt tatsächlich ein Großteil der Erde ab.

Falls einzelne Knollen abbrechen--> zu stark geklopft.

FUnktioniert bei bindigem Boden, leicht feucht.
Da ich selber gleich im Herbst Knollen wasch und teile (wenigst Lagerplatz), fand ich das hilfreich.

Geht auch mitm Spatenblatt zu klopfen, wenn grad kein Hammer da ist...

Na denn, guten Saisonabschluß,
Grüße

Primel

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2

Donnerstag, 3. November 2016, 17:59

Hallo Primel,

den Tipp hätte ich vor einer Woche gebrauchen können. Für dieses Jahr sind schon alle ausgegraben, aber nächstes Jahr probiere ich den Tipp gerne mal aus.

LG
Sandra

Wellensittich

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3

Freitag, 4. November 2016, 15:26

Der Bunsenbrennertrick :D

Manche abgeschnittene Stielstümmel nässen stark nach so das der Stiel zum teil recht nass ist. Nährboden für Fäule und Schimmel. Fehlendes Sonnenlicht zum weiter trocknen lassen hilft als Schnellmethode der Bunsenbrenner.

Wenn man bei solchen Stielen mit dem Bunsenbrenner den Stiel oberhalb anbrennt, ist das Wasserleck verödet. In die Stiellöcher Vogelkohle bis ganz rauf füllen. Am nächsten Tag ist der Stiel trocken.

4

Samstag, 5. November 2016, 19:46

Warum eigentlich so kompliziert, wenn's einfach auch geht??? Schneidet man nämlich die Stiele in etwa handbreit über der Knolle ab, wo der Stängel nicht mehr hohl ist, dann kann man sich wohl den Bunsenbrennereinsatz und auch die Vogelkohle sparen. Man könnte auch die Knolle kurz kopfüber lagern, damit das Wasser ausrinnen kann.

Auch den Arbeitsaufwand mit dem Waschen kann man sich normal sparen, außer es werden die Dahlienknollen etwa neben den Äpfeln gelagert und das Klima im Keller ist auch optimal für die Lagerung. In meinem eher luftrockenen Lagerraum lasse ich soviel Erde als möglich an der Knolle und bedecke auch die nackten Knollen noch mit ein wenig Gartenerde. Damit erziele ich bei meinen Bedingungen die größte Überlebenschance.

Gruß
Hans

5

Samstag, 5. November 2016, 21:52

Details

Es spricht viel dafür, die Stengel ganz kurz abzuschneiden.
Aus meiner Sicht ist das Abflammen-Kohle etc sehr umständlich.

Umgekehrt austropfen, danach abtrocknen lassen.
Die alten Stengel sind das erste, was zu rotten anfängt und von den alten Stengeln kann es sogar bis in das lebendige Gewebe der Knolle reinreichen

Das zweite Bild ist von einer gekauften Knolle, sie sah auf den ersten Blick gut aus, dann wollt ich nur das Trockene wegschneiden und sah die Misere.

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@Hans
Ich habe ganz wenig Lager-Platz, mein Platzbudget wär schon mit 4 ungeteilten Knollen gesprengt. Und das Lagerklima ist schlecht, Altbau zwar, aber teils isoliert, mit Wärme durch Heizanlage--> zu trockene Raumluft

So lang es geht, stehen meine 2 Kisten auf dem Nordbalkon, ab Frostmeldung ins Treppenhaus.

Ohne Plastikbeutel schrumpeln sie mir ein und vertrocknen.
Offen im Keller (einfach ungewaschen) geht meiner Meinung nach nur sehr selten, wenn wirklich alle Faktoren stimmen im Keller, Garage o.ä.

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und viele der Dahlienanbauer, denen ich virtuell über die Schulter schau, haben teils viel früheren Frosteinbruch, einer sogar ähnlichen Klimaverlauf wie unsere Ecke wie erster Frost und


und selbst die mit frostfreiem Wetter graben ihre Knollen meist im Frühjahr wg Schädlingen, Knollenausbeute usw., teils versetzt alle 2. Jahre da die ungeteilten natürlich sehr früh sein können ( falls sie nicht abfaulen, abgefressen werden usw...)



Na denn, schönen Sonntag,
Primel

PS: 1. Bild: das hab ich beim Teilen entdeckt, im Winterquartier hätte die wahrscheinlich angefangen zu faulen
»Primel« hat folgende Bilder angehängt:
  • image.jpeg
  • image.jpeg

6

Sonntag, 6. November 2016, 12:38

Hallo Primel,

du bist einerseits in der unglücklichen Lage, dass du extrem wenig Lagerplatz hast, jedoch in der glücklichen Lage, dass wohl nur wenige frostigen Tage, meist die Lagerung am Balkon erlauben. So muss sich eben jeder nach seiner "Decke strecken".

Dass man die alten braunen Stängel prinzipiell wegbricht ist wohl ohnehin klar, denn in diesen abgestorbenen Teilen können sich sowohl Schädlinge einnisten als auch Pilze und Fäulnisbakterien. Die Knollen in gelochte Plastiktüten verpacken ist prinzipiell gut, denn damit schützt man die Knollen vor zu trockener Lagerluft. Doch dies ist eigentlich nur bei kleineren und weniger Knollen möglich. Ich habe auch schon mal den Versuch gemacht, dass ich einen kleinen Teil meiner Knollen in Frischhaltefolie gewickelt habe. Doch das war ein irrer Aufwand und dabei produzierte ich auch eine Unmenge an Plastikmüll. Auch die relativ lange praktizierte, etwa zwei bis dreimal pro Winter erfolgte Befeuchtung mit dem Wasser zugemischten Pilzmittel hatte sich nicht besonders bewährt. Die Lagerung in meinem tiefen Erdkeller zu Beginn meiner Dahlienleidenschaft war besonders negativ, denn hohe Luftfeuchtigkeit und kein Luftaustausch führte zu vielen Ausfällen. Doch die erfolgreichste Lagerung geschieht bei mir!!! in Plastikwannen, wobei ich die oben sichtbaren Knollenteile mit Erde ein wenig abdecke. Diese Erde ist zwar im Frühjahr staubtrocken, doch die Knollen sind heil.

Gruß
Hand

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